1920

Simplon

Der Gigant der Belle-Époque-Flotte, ausgestattet mit der stärksten Dampfmaschine Europas!
Länge
73.5 Meter
Elektrische Leistung
1381 kW
Kapazität
850 Personen
Antrieb
Dampfmaschine

Komplette Renovierung des "Simplon"

Die CGN (Compagnie Générale de Navigation) erkannte den Bedarf an einer vollständigen Restaurierung der „Simplon“ und ihres Motors bereits vor dem Sturm vom 30. März 2024, der ihre Stilllegung erzwang. Obwohl die „Simplon“ den Sturm überstand, erlitt sie zusätzliche Schäden, die von der Versicherung abgedeckt werden. Die im Anschluss an diesen Vorfall durchgeführte unabhängige Untersuchung ermöglichte es der CGN, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ein erneutes Auftreten eines solchen Ereignisses zu verhindern. Daher ist die Renovierung der seit 2024 außer Betrieb befindlichen „Simplon“ aus zwei Gründen dringend erforderlich: Erstens, um ihren historischen Wert so originalgetreu wie möglich wiederherzustellen und zu erhalten; zweitens ist eine vollständige Restaurierung unerlässlich, um sie wieder auf dem Genfersee in Betrieb zu nehmen. Die Kosten für eine solche Renovierung werden auf 25 Millionen CHF geschätzt und sind beträchtlich. Sie können nicht ohne die Unterstützung aller – privater Spender, philanthropischer Stiftungen, Unternehmen und öffentlicher Stellen – gedeckt werden. Ein vorläufiger Plan ist in Arbeit und wird eine genauere Aufschlüsselung der erforderlichen Arbeiten und der damit verbundenen Budgets ermöglichen, mit dem Ziel, die vollständige Restaurierung des Bootes bereits im Jahr 2027 zu beginnen.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass „Simplon“ auch in den nächsten hundert Jahren das Herzstück des Genfersees bleibt.
seine Geschichte

Ein Jahrhundert auf dem Genfersee

„Simplon“ – der widerstandsfähige Riese des Genfersees

Geboren inmitten der Wirren des Ersten Weltkriegs, verkörpert die „Simplon“ Beharrlichkeit und Kraft. Der majestätische Dampfer wurde 1914 bei der Werft Sulzer Frères in Winterthur in Auftrag gegeben. Der Bau wurde jedoch durch die Mobilmachung unterbrochen; die Maschine wurde 1915 eingebaut, noch bevor der Rumpf fertiggestellt war. Erst 1920, nach Kriegsende, erreichte sie den Genfersee. Sie hatte die gleichen Abmessungen wie das Flaggschiff „… „La Suisse“ Die „Simplon“ besticht durch ihre markante Silhouette – der achtern angebrachte Schornstein ist auf die umgekehrte Anordnung des Motors zurückzuführen – und die kraftvolle Leistung ihrer Mechanik, die zu den leistungsstärksten in Europa zählt. Nachdem sie die Explosion von 2003, die einen Einsatz zur Rettung der gesamten Flotte auslöste, und zwei anschließende Teilrestaurierungen überstanden hat, wartet die Simplon nun auf ihre vollständige Restaurierung. Seit 2011 als „Historisches Denkmal“ anerkannt, ist dieser imposante Dampfer bei Eisenbahnfans nach wie vor sehr beliebt.

Diese ikonischen Details, die die Legende ausmachen

Die umgekehrte Maschinen-Kessel-Anordnung

Eine unverwechselbare Silhouette

Die „Simplon“ brach mit der Tradition der fünf Vorgängerschiffe der Belle-Époque-Flotte. Erstmals seit 1914 entschied sich die CGN, die Maschine im Bug und den Kessel im Heck zu positionieren und kehrte damit zum klassischen Layout des 19. Jahrhunderts zurück. Dieses technische Merkmal verlieh der „Simplon“ ihre unverwechselbare Silhouette mit dem weit vom Steuerhaus entfernten Schornstein. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, deren Motor das Boot „schiebt“, „zieht“ der Motor des „Simplon“ es und bietet so ein außergewöhnliches Ansprechverhalten.

Die stärkste Dampfmaschine Europas

Reaktionsschnelles und legendäres mechanisches Herz

Die 1915 von Sulzer Frères gebaute „Simplon“ verfügte bereits vor Fertigstellung des Rumpfes über eine Dampfmaschine mit einer Leistung von 1400 PS (1030 kW). Sie galt als die stärkste Maschine auf allen europäischen Seen und als die wendigste der Belle-Époque-Flotte und ermöglichte der „Simplon“ Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h. Diese außergewöhnliche Maschine, die zwischen 2010 und 2011 komplett überholt wurde, fasziniert mit ihren rhythmischen, vom Hauptdeck aus sichtbaren Bewegungen bis heute Liebhaber – ein lebendiges Zeugnis des mechanischen Erfindergeistes des frühen 20. Jahrhunderts.

Das neoklassizistische Wohnzimmer in Moiré-Ahorn

Das letzte Meisterwerk des Tischlers Bobaing

Der Salon erster Klasse der „Simplon“ ist ein Juwel neoklassizistischer Kunst, verziert mit Holzarbeiten im Stil Ludwigs XVI. und Möbeln aus exquisitem, geschmackvollem Moiré-Ahorn. Es ist das letzte Werk, das der renommierte Lausanner Tischler Henry Bobaing für ein Schiff schuf, nachdem er bereits die prunkvollen Innenräume der „Simplon“ gestaltet hatte. La Suisse Diese außergewöhnlichen Möbelstücke, die in den Bobaing-Werkstätten in Lausanne hergestellt wurden, zeugen vom ästhetischen Anspruch der CGN, die auch nach dem Ersten Weltkrieg nicht auf die Eleganz und Raffinesse der Belle Époque verzichtete.

Diese ikonischen Details, die die Legende ausmachen

Die umgekehrte Maschinen-Kessel-Anordnung

Eine unverwechselbare Silhouette

Die „Simplon“ brach mit der Tradition der fünf Vorgängerschiffe der Belle-Époque-Flotte. Erstmals seit 1914 entschied sich die CGN, die Maschine im Bug und den Kessel im Heck zu positionieren und kehrte damit zum klassischen Layout des 19. Jahrhunderts zurück. Dieses technische Merkmal verlieh der „Simplon“ ihre unverwechselbare Silhouette mit dem weit vom Steuerhaus entfernten Schornstein. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, deren Motor das Boot „schiebt“, „zieht“ der Motor des „Simplon“ es und bietet so ein außergewöhnliches Ansprechverhalten.

Die stärkste Dampfmaschine Europas

Reaktionsschnelles und legendäres mechanisches Herz

Die 1915 von Sulzer Frères gebaute „Simplon“ verfügte bereits vor Fertigstellung des Rumpfes über eine Dampfmaschine mit einer Leistung von 1400 PS (1030 kW). Sie galt als die stärkste Maschine auf allen europäischen Seen und als die wendigste der Belle-Époque-Flotte und ermöglichte der „Simplon“ Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h. Diese außergewöhnliche Maschine, die zwischen 2010 und 2011 komplett überholt wurde, fasziniert mit ihren rhythmischen, vom Hauptdeck aus sichtbaren Bewegungen bis heute Liebhaber – ein lebendiges Zeugnis des mechanischen Erfindergeistes des frühen 20. Jahrhunderts.

Das neoklassizistische Wohnzimmer in Moiré-Ahorn

Das letzte Meisterwerk des Tischlers Bobaing

Der Salon erster Klasse der „Simplon“ ist ein Juwel neoklassizistischer Kunst, verziert mit Holzarbeiten im Stil Ludwigs XVI. und Möbeln aus exquisitem, geschmackvollem Moiré-Ahorn. Es ist das letzte Werk, das der renommierte Lausanner Tischler Henry Bobaing für ein Schiff schuf, nachdem er bereits die prunkvollen Innenräume der „Simplon“ gestaltet hatte. La Suisse Diese außergewöhnlichen Möbelstücke, die in den Bobaing-Werkstätten in Lausanne hergestellt wurden, zeugen vom ästhetischen Anspruch der CGN, die auch nach dem Ersten Weltkrieg nicht auf die Eleganz und Raffinesse der Belle Époque verzichtete.

Die Wiederbelebung eines Erbes

Zwei aufeinanderfolgende Rettungsaktionen

Die acht Schiffe der Belle-Époque-Flotte der CGN besitzen ein einzigartiges kulturelles und touristisches Erbe. Die Restaurierung jedes einzelnen Schiffes erfordert spezialisiertes Fachwissen, sowohl im technischen Bereich als auch im Hinblick auf die Erhaltung des historischen Erbes. Dies entspricht Kosten zwischen 20 und 30 Millionen Schweizer Franken pro Schiff für eine Komplettrenovierung.

Zwischen August 2003 und Juli 2005 wurde das Boot „Simplon“ einer ersten Teilrenovierung unterzogen, nachdem die lebensrettende Explosion den Beginn der Mobilisierung zur Rettung der gesamten Belle-Époque-Flotte markiert hatte.

Am 16. August 2003 wurde die „Simplon“ im Genfer Hafen durch einen schweren Kesselschaden außer Gefecht gesetzt. Die erst ein Jahr zuvor gegründete ABVL mobilisierte sich und erreichte innerhalb von 18 Monaten die bemerkenswerte Leistung, fast 2 Millionen Schweizer Franken aufzubringen. Die CGN steuerte einen gleich hohen Betrag bei. Die ab Mai 2004 durchgeführten Arbeiten umfassten die Instandsetzung des beschädigten Kessels, die Verbesserung der Navigationsausrüstung und die Restaurierung von Teilen der Inneneinrichtung.

Zwischen September 2009 und Mai 2011 wurde die „Simplon“ nach der Entdeckung von Rissen an den Kolben einer zweiten Teilrenovierung unterzogen, bei der der Schwerpunkt auf ihrer legendären Dampfmaschine lag.
Die Arbeiten umfassten im Wesentlichen eine Generalüberholung der Dampfmaschine, die als die leistungsstärkste und reaktionsschnellste Europas galt, sowie den Einbau von Bugstrahlrudern zur deutlichen Verbesserung der Manövrierfähigkeit des Schiffes. Im Zuge dieser Arbeiten wurde der Außenbereich komplett neu lackiert und der Rumpf sandgestrahlt. Die Schaufelradwellen mussten im Winter 2020/2021 ebenfalls ausgetauscht werden.

Die wichtigsten Schritte dieser Maßnahmen waren: Kesselreparatur und Rohrerneuerung, Generalüberholung der Dampfmaschine, Austausch veralteter Ausrüstung, Installation moderner Betriebssysteme, Sandstrahlen und Komplettanstrich des Rumpfes sowie Austausch der Schaufelradwellen.

Technische Modernisierungen im Zuge von Teilrenovierungen

Neben der Notfallreparatur von Kessel und Dampfmaschine umfassten die beiden Teilrenovierungen der „Simplon“ bedeutende technische Verbesserungen: die Installation von Bugstrahlrudern während der zweiten Renovierung (2010–2011) für bessere Manövrierfähigkeit, das vollständige Sandstrahlen und der Außenanstrich des Rumpfes sowie der Austausch der Schaufelradwellen im Winter 2020/2021. Diese für die Passagiere größtenteils unsichtbaren Maßnahmen ermöglichten es dem Schiff, weitere zwei Jahrzehnte im Einsatz zu bleiben und dabei seine historische Authentizität zu bewahren, bis zur vollständigen Restaurierung, die ihm seinen ursprünglichen Glanz zurückgeben wird.